Kennt Ihr das auch? Das Telefon rappelt, das Mail Postfach quillt über, jeder will was von einem, Terminkalender ist voll, eigentlich passt da nix mehr rein, man ist den ganzen Tag unterwegs, fährt vom Termin zum Meeting und wieder ins Büro…. Ich persönlich liebe solche Tage, die mit einem gesunden Stresslevel verbunden sind. So ein leichtes „unter Strom stehen“ für 8-10 Stunden, ich mag das und genieße es auch – denn Abends, wenn ich nach Hause komme, habe ich das Gefühl, an diesem Tag richtig was geschafft zu haben.

Und dann gibt es Tage, an denen man „nur“ im Büro sitzt, die ruhig sind, kaum Telefon, kaum eMails. Trotzdem hat man die Agenda irgendwie voll, man ist „beschäftigt“, aber nicht wirklich produktiv – wie hasse ich solche Tage, denn an solchen Tagen fällt es mir auch schwer, die wenigen Aufgaben mit Elan anzugehen!

Die gesunde Mischung zu finden ist nicht immer machbar. Dabei ist die Mischung die Ideallösung – eine ruhige Zeit am Tag, um den Schreibtisch leer zu bekommen und um in Ruhe nach- und vorarbeiten – und eine Aktionszeit, in der Trubel angesagt ist! Ein Hoch auf diejenigen, die ihren Job so gestalten können.

In Jobs mit körperlicher Arbeit ist die eine gut genutzte Pause das entscheidende, um die Batterien wieder aufzufüllen und Kraft für die nächste Aufgabe zu schöpfen.

Aber wenn es immer nur so wie im ersten Fall beschrieben ist, das hält man ja auf Dauer nicht durch oder muss sich ganz bewusste Pausenzeiten schaffen – um zu reflektieren, innezuhalten, nachzudenken und zu planen. Wer immer nur rennt und rennt, rennt irgendwann, möglichweise in eine Richtung, die ihm nicht gefällt. Übrigens ist es mit Sicherheit auch nicht gesund, vor lauter Langeweile den ganzen Tag auf die Uhr zu schauen um zu warten, dass 16.30 Uhr ist…..

Zeitplanung ist das Zauberwort, neudeutsch Zeitmanagement. Es gibt zig Seminare, Bücher und andere Medien, die einem zeigen, wie man die Zeit am effektivsten plant. Ich bin Freund davon, Sonntags Abend eine halbe Stunde lang die kommende Woche zu planen und zu gestalten. Dabei stelle ich mir folgende Fragen: Welche Termine habe ich wann, welche Meetings kommen auf mich zu, welche Ziele will ich dieser Woche erreichen und welche Arbeiten und To Do´s müssen kommenden Sonntag erledigt sein? Wann brauche ich Zeit für mich, Zeit für Pause, Zeit für Unerwartetes? All diese Zeitinseln schreibe ich in meinen Kalender – ja, ich habe einen klassischen Papierkalender! Und halte mich an den Plan!

So geplant kann wenig schief gehen und ich weiß im voraus, ob ich die für mich gesunde Mischung aus Ruhe und Stress getroffen habe.