Am Montag Abend habe ich einen schönen, sehr lustigen Abend mit zwei Menschen verbracht, mit denen noch große Taten geschehen – mehr wird an dieser Stelle noch nicht verraten. Einer meiner Gesprächspartner erzählte von seinem Hobby: Autos. Das ist seine Leidenschaft. Es gipfelte im Tuning eines japanischen Modelles, in den er sehr, sehr viel Geld investierte – wirklich sehr viel Geld.

Logischerweise würde er sich heute darüber freuen, wenn er dieses Geld noch hätte oder sich etwas davon gekauft hätte, welches an Wert gestiegen wäre anstatt zu verlieren. Aber Hobbies haben ja auch etwas mit Leiden-schaft zu tun.

Wir sprachen auch über Lottomillionäre, die kurzfristig steinreich wurden, aber nach einiger Zeit wieder genau dort standen, wo sie vorher waren, im Idealfall ohne Schulden – manchmal auch mit dem gleichen Kontostand nach dem Lottogewinn, jedoch mit einem Minus davor. Mein Auto-Freund hatte auch Beispiele von Menschen, die durch geniale Ideen schnell zu Geld gekommen sind, ein recht verschwenderisches Leben geführt haben und heute mittellos sind. Wie kann so etwas passieren?

Man ist sich einig, dass dieses Phänomen mit dem sogenannten Mindset zu tun hat. Die Menschen haben ihren Kopf noch nicht auf „Reichtum“ programmiert und drehen durch, werden verschwenderisch.

Was soll das mit der Verschwendung? Warum muss man sich jetzt sofort alle Träume erfüllen, die man hat? Nur weil man es kann? Dann geht es sehr wahrscheinlich sehr schnell vorbei, wenn jetzt sofort Feriendomizile auf Mallorca, dort auch ein Ferrari, hier im neuen, 400qm großen Wohnsitz mit Personal auch noch ein Rolls gekauft werden. Wie entspannt wäre das Leben, wenn man einfach so weiterlebt wie bischer, klug investiert und sich nicht der Verschwendung hingibt? Arbeiten zu dürfen, nicht zu müssen, ist eines meiner persönlichen Ziele, die ich erreichen möchte. Mit einem Lottogewinn wäre das durchaus machbar. Aber die meisten Lottomillionäre, die danach wieder pleite gehen, sind der Verschwendung verfallen.

Verschwendung findet man jedoch nicht nur bei Geld. Auch Zeit, Energie, Rohstoffe und materielle Besitztümer können verschwenderisch behandelt werden. In unserer Überflussgesellschaft ist dies ein Prozess, der kaum auffällt. Wenn man etwas zu viel hat, gibt man es weg oder wirft es weg. Egal, was.

Übrigens sehe ich Lotto spielen auch als Verschwendung an. Warum? Im Schnitt kostet der Lottoschein 18,21 € pro Woche, dass sind 942,24 € im Jahr. Nun, dafür ist die Gewinnwahrscheinlichkeit recht gering, nämlich derzeit 1:140.000.000

Macht es da nicht eher Sinn, sich diese 1.000 € pro Jahr auf die hohe Kante zu legen?