Heute, am 30.09.2016, ist in meiner Heimatstadt ein schlimmes Feuer in einem der größten Krankenhäuser des Ruhrgebietes mitten in der Nacht ausgebrochen. Im 6 Stock in einem Patientenzimmer.

Als die ersten Rettungskräfte eintrafen mussten Sie Entscheidungen treffen, welche Personen zuerst gerettet werden sollen – eine Entscheidung, die ich nie treffen wollen würde. Das Feuer brannte bereits lichterloh und schlug auf die darüber liegenden Geschosse über. Die Nachtschicht des Krankenhauses leistete eine enorme Leistung, in dem sie die Patienten in Bettlaken über die Treppenhäuser evakuierten, als bereits Verstärkung der Feuerwehr aus umliegenden Städten eintraf. Mehr und mehr Helfer trafen am Unglücksort ein. Über 200 Feuerwehrmänner und -frauen waren in der Nacht um am frühen Morgen im Einsatz. Gegen Vormittag erst war das Feuer unter Kontrolle gebracht.

Die Patienten könnten größtenteils gerettet werden. 16 Verletzte konnten in anderen Häusern des gleichen Krankenhauses sofort notversorgt werden, 3 wurden per Hubschrauber in andere Kliniken gebracht. Für zwei Menschen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Man muss sich vor Augen führen, welche Panik auf der Station ausgebrochen sein muss. Auf Videos sieht man zusammengeknotete Betttücher, die am Balkon herunterbaumelten. Man liegt vielleicht bewegungsunfähig im Bett und kann nichts machen – schrecklich.

Deshalb kann man gar nicht genug denen Menschen danken, die sich aufopfernd und sich selbst in Gefahr bringend, die Patienten aus den gefährdeten Etagen gerettet haben.

Ebenfalls unglaublich, dass das Krankenhaus am selben Tag wieder in der Lage war, sich der Notfallversorgung von neuen Notfällen in der Stadt wieder annehmen zu können – Wahnsinn! Eine Leistung, vor der ich unglaublich Respekt habe!

Dankbarkeit. Viele Menschen werden den Rettungskräften heute sehr dankbar sein. Das ist ein Wert, den man öfters mal seinen Mitmenschen entgegen bringen kann, nicht nur in solchen Extremsituationen. Dankbar, am Leben zu sein, dankbar, dem Feuer entkommen zu sein, dankbar, mit seinen Kameraden diesen Einsatz gut überstanden zu haben. Unglaublich, was heute hier passiert ist……